My Life – My Story

Maybe you know my name – but you don't know my story (:

Freundschaft oder Liebe 8. April 2012

Teil 1:

Es ist Freitagmorgen. Ich schrecke mit dem Klingelton meines Handys auf. „Caro! Kleine, schnell, beeil‘ dich! Du hast mal wieder verschlafen, die erste Stunde fängt gleich an!“ Ich erkenne die Stimme von Josh, meinem besten Freund. Er ist der netteste und hübscheste Junge, den ich kenne. Er versteht mich immer und ist immer für mich da. „Josh, danke dass du mich anrufst. Ich komm gleich!“ antwortete ich und lege auf. Dann gehe ich ins Bad, um mich schnell fertig zu machen. Danach renne ich zu unserer Garage, schnappe mir mein Fahrrad und fahre Richtung Schule. Unterwegs überlege ich mir noch eine gute Ausrede. Endlich in der Schule angekommen, hetze ich in mein Klassenzimmer. Zum Glück steht die Tür noch offen, unser Lehrer ist noch nicht da. Ich setzte mich auf meinen Platz. Wenige Augenblicke später kommt auch schon Herr Klemm, unser Lehrer. Der Vormittag in der Schule geht ziemlich schnell vorbei. Als wir um kurz nach eins aus dem Klassenzimmer kommen, gehe ich gleich zu Josh und frage ihn ob wir uns morgen, am Samstag, treffen können, da ich ihm etwas Wichtiges sagen muss. „ Klar, das trifft sich super, ich muss dir auch was Wichtiges sagen. Wir treffen uns um 14 Uhr im Park am Rathaus, okay?“ Ich willige ein und fahre nach Hause.

Teil 2:

Zuhause angekommen schiebe ich mir eine Pizza in den Ofen, da außer mir niemand da ist. Danach mache ich meine Hausaufgaben und backe noch einen Kuchen fürs Wochenende. Am Abend lege ich mich früh in mein Bett, aber ich denke noch die halbe Nacht über das Treffen mit Josh morgen Nachmittag nach. Ich will ihm sagen, dass ich ihn liebe! Aber das ist nicht so einfach, weil wir eigentlich schon immer beste Freunde sind und wir noch nie darüber gesprochen haben, ein Paar zu werden. Als ich am nächsten Tag aufwache, schaue ich gähnend auf die Uhr. Oh Mann, es ist schon 13:30 Uhr! Ich habe schon wieder verschlafen! In einer halben Stunde will ich mich schon mit Josh im Rathauspark treffen. Ich beeile mich und schaffe es tatsächlich bis kurz nach zwei im Park zu sein. Josh wartet schon. Wir umarmen uns und setzen uns auf eine Bank.

„Hey, wie geht’s dir, Kleine?“, beginnt er das Gespräch. – „Gut und dir?“, antworte ich. „Sehr gut, du bist ja jetzt da!“, witzelt er und küsst mich auf die Wange. Ich werde rot „Was wolltest du mir eigentlich sagen?“ – „Ich wollte dir sagen, dass ich ein neues Mädchen kennen gelernt habe. Sie heißt Michelle und geht auf die Realschule in unserer Stadt. Sie ist so hübsch und hat wunderschönes blondes Haar und blaue Augen.“ –
„Okay, und was ist mit ihr?“ fragte ich neugierig. „Ich glaube, ich habe mich in sie verliebt!“

Teil 3:

Ich springe ohne ein weiteres Wort von der Bank auf, springe auf mein Rad und fahre nach Hause. Ich höre Josh noch rufen, aber es ist mir egal. Zuhause laufe ich in mein Zimmer, werfe mich auf mein Bett und fange an zu weinen. Ich bin verzweifelt. Ich brauche jetzt Beistand von meiner besten Freundin Lara. Schnell schnappe ich mir mein Telefon und rufe sie an. „LARA!“ – „Caro? Was ist los?“ frage sie aufgeregt. Ich glaube sie spürt, dass etwas ganz und gar nicht stimmt. „Lara, du weißt doch, dass ich in Josh verliebt bin… Und wir haben uns heute getroffen und ich wollte es ihm endlich sagen, aber er hat mir vorher erzählt, dass er sich in so eine Michelle verliebt hat. Lara, wenn er sich wirklich in ein anderes Mädchen verliebt hat, dann hat alles keine Sinn mehr.“ – „Caro, ich bin in 5 Minuten da. Bleib wo du bist!“

Wenige Minute später klingelt es an der Haustür. Ich laufe hin und öffne die Tür. Lara umarmte mich erstmal und versucht mich zu trösten: „Wenn er dich nicht will, hat er dich auch nicht verdient! Es gibt bessere Jungs als ihn. Ich hab sowieso noch nie viel von ihm gehalten. Vergess‘ ihn einfach!“ – „Lara, du verstehst das nicht. Wenn man jemanden liebt, dann kann man ihn nicht einfach so vergessen! Für mich, ist er der wichtigste Junge auf der ganzen Welt. Er ist so perfekt.“ Wir gehen wieder in mein Zimmer, ich lege mich auf mein Bett, Lara setzt sich neben mich. Wir reden noch lange, doch dann muss Lara leider wieder nach Hause. Meine Mutter kommt nach Hause. Da ich keinen Stress mit ihr will, versuche ich mir nichts anmerken zu lassen und benehme mich meiner Mutter gegenüber ganz normal. Abends ruft Lara nochmal an: „Süße, wie geht’s dir? Sollen wir morgen ein bisschen in der Stadt spazieren gehen? Damit du auf andere Gedanken kommst.“ Ich sagte zu, das wird bestimmt gut. „Um halb 3 in der Stadt, okay?“ Sie stimmt zu und wir legen auf.

Teil 4:

Wenige Minuten später klingelt mein Handy erneuert. Bestimmt ist es nochmal Lara, weil sie mich noch irgendetwas fragen will.  Aber als ich auf das Display von meine Handy schaue steht dort „Josh <3“. Plötzlich kamen alle Gefühle wieder hoch und ich fange wieder an zu weinen. Ich drücke auf den roten Knopf „ablehnen“, denn ich will jetzt nicht mit Josh reden. Ich will nichts mehr von ihm und dieser Michelle hören! Ich dachte noch eine Weile über Josh nach, doch dann schlafe ich ein. Am nächsten Tag fahre ich um kurz nach zwei mit der Straßenbahn in die Stadt, um mich mit Lara zu treffen. Sie wartet schon in unserem Lieblings-Café. Ich setze mich und wir trinken einen Café und reden ein bisschen. Danach laufen wir noch durch die Altstadt. Plötzlich sagt Lara: „Komm, Caro, wir gehen, ich habe jetzt keine Lust mehr.“ Ich bin überrascht, gerade eben hat sie noch vorgeschlagen in den Stadtpark zu gehen. „Wieso? Vorhin wolltest du noch in den Park.“ – „Ja, nein, ach Caro, lass uns gehen. Ich hab auch voll Kopfschmerzen“ – „Lara? Was ist los? Eben ging es dir noch blendend und jetzt hast du totale Kopfschmerzen? Irgendetwas stimmt doch hier nicht!“, erwidere ich skeptisch. Lara schaut die ganze Zeit über meine Schulter, als ob sie etwas suchen würde. Also drehe ich mich um und sehe Josh.

Teil 5:

Doch Josh ist nicht alleine! Neben ihm steht ein Mädchen. Ich schätze, sie ist ein bisschen älter als ich. Sie ist sehr hübsch und hat lange blonde Haare. Ich erinnerte mich an das Gespräch mit Josh im Park. Da sagte er: „Ich wollte dir sagen, dass ich ein neues Mädchen kennen gelernt habe. Sie heißt Michelle und geht auf die Realschule in unserer Stadt. Sie ist so hübsch und hat wunderschönes blondes Haar und blaue Augen. Ich glaube,  ich habe mich in sie verliebt!“ Oh nein, das Mädchen neben ihm ist Michelle! Deswegen hat sich Lara so komisch verhalten. Wieder kommen meine Gefühle hoch. Schnell laufe ich weg, damit niemand meine wiederaufsteigenden Tränen sieht. Ich höre, dass Lara mir folgt. „Caro, bleib stehen! Er ist es doch nicht wert, dass du wegen ihm weinst!“ Ich drehe mich zu ihr um rufe: „Doch, natürlich ist er es wert, denn ich liebe ihn über alles.“ Während ich das sage, sehe ich Josh. Er musste uns gefolgt sein und stand nun einige Meter von mir entfernt. Er schaute mich traurig und verständnislos an. „Warum läufst du vor mir weg? Was habe ich falsch gemacht? Warum weinst du?“ Ich konnte ihm keine Antwort geben, darum renne ich einfach weiter.

Teil 6: Lara läuft neben mir her bis wir vor meiner Haustüre stehen. Die ganze Zeit redet sie beruhigend auf mich ein. An der Haustür unterbreche ich ihren Redefluss: „Lara, lass mich bitte. Ich will ein wenig für mich allein sein!“ – „Okay, aber pass‘ auf dich auf und bau‘ keine Scheiße!“ meint sie, dreht sich um und geht. Ich nicke, husche schnell an meiner Mutter vorbei ins Haus und gehe in mein Zimmer. Ich schließe die Tür ab, ich will nicht gestört werden. Ich muss einfach allein sein. Meine Mutter kommt mir nach, klopft an die Tür und fragt: „Caro, was ist denn los mit dir?“ Ich sage kein Wort und nach einer Weile höre ich, wie meine Mutter aufgibt und zurück ins Wohnzimmer geht. Ich öffne vorsichtig die Tür und linse hinaus. Niemand da. Ich renne ins Bad. Dort nehme ich meinen Rasierer in die Hand. Ich schaue ihn lange an. Ich weiß nicht, ob ich es wirklich tun soll. Aber ich glaube, dass es das einzige ist, was mir im Moment helfen kann. Ich wollte den Schmerz in meinem Herzen, mit dem Schmerz der Wunden überdecken. Langsam zog ich die Klingen über meinen Unterarm. Es klappte für einen kurzen Augenblick, der Schmerz im Arm überdeckte alles andere.

Teil 7: Mein ganzer Arm war voller Blut, als Lara herein kommt. „Süße, was machst du denn? Das kann doch nicht dein Ernst sein! Nur wegen einem Jungen!“ – „Lara, verstehst du mich nicht? Ich kann einfach nicht mehr. Josh hat mir so weh getan. Er war mein ein und alles, er war so wichtig für mich. Ich kann nicht ohne ihn leben. Aber er hat alles kaputt gemacht. Lara nimmt mich in den Arm. Zusammen waschen wir meinen Arm und Lara wickelt ihn in ein Handtuch. Sie führt mich zurück in mein Zimmer und ich setze mich auf mein Bett. Sie schaut mich an: „Kann ich dich ganz kurz allein lassen? Ich müsste telefonieren.“ Ich nicke müde. Sie geht hinaus in den Flur und schließt die Zimmertür. Ich lege mich in mein Bett und decke mich zu. Ich bin so unendlich müde. Plötzlich kommt Lara zurück in mein Zimmer. Sie schaut mich ernst an: „Caro, wir haben alles falsch verstanden. Ich habe gerade mit Josh telefoniert und er hat mir alles erklärt. Das blonde Mädchen, das wir in der Stadt gesehen haben, war seine Cousine. Sie ist zu Besuch da und Josh sollte ihr die Stadt zeigen.“ – „Das glaube ich dir nicht. Was ist dann mit dieser Michelle?“ fragte ich mit Tränen in den Augen.

Teil 8/1:

„Michelle. Er hat sich Michelle nur ausgedacht. Er wollte wissen, wie du reagierst, wenn er sich eine Freundin ausdenkt. In Wirklichkeit liebt er nur dich, aber er war zu schüchtern, um es dir zu sagen.“ erzählt Lara. „Oh. Aber er hat mich damit sehr verletzt. Ich muss mit ihm reden. Er soll mir das alles nochmal genau erklären.“ meine ich. „Er ist schon unterwegs hierher. Als er gehört hat, dass du dich seinetwegen selbst verletzt, wollte er sofort mit dir reden.“ Mit neuer Energie sprinte ich zur Haustür und reiße sie auf. Vor mir steht Josh. Ohne ein Wort zu sagen, falle ich in seine Arme, er hält mich ganz fest. Es ist das schönste Gefühl, das ich jemals hatte. Er flüsterte mir ins Ohr: „Caro, bitte, bitte, verletz dich niemals wieder selbst, okay, niemals wieder.“ – „Ja, ich verspreche es.“ Er nickt und küsst mich auf den Mund. Den Kuss werde ich nie vergessen. Es war der schönste Kuss den ich je hatte. Ich glaube mein Herz ist in diesem Moment wieder zusammengewachsen, nachdem es so verletzt worden war. Von da an waren wir unzertrennlich. Über Michelle und die Folgen dieser Fantasieperson redeten wir nie wieder.

Teil 8/2

Lara seufzt. „Es gibt überhaupt keine Michelle. Josh hat sie sich nur ausgedacht, um zu sehen, wie du reagierst.“ Entgeistert starre ich sie an. Josh war gar nie in Michelle verknallt. Wie konnte er auch, wenn es sie gar nicht gab! Langsam begriff ich. Josh wollte wissen, wie ich reagiere, wenn er vorgibt in eine andere verliebt zu sein. Aber er konnte ja nicht wissen, dass ich so heftig reagiere. Andererseits ist er mein bester Freund. Schon seit langem. Jemanden zu lieben ist doch was ganz anderes. Lara fährt fort: „Er war zu schüchtern, dir zu sagen, dass er einzig und allein nur dich liebt. Und niemanden sonst.“ Ich bin buff. Jetzt erkenne ich endlich die Hoffnung hinter seiner Lüge. Seine einzige Sorge war mich zu verletzen, indem er unsere Freundschaft durch seine Liebe in tausend Stück riss. Jetzt verstand ich ihn. Das zermalmende Gefühl, nicht zu wissen, was der andere wirklich fühlt, hätte ihn umgebracht. Er hätte nicht einfach nichts tun können. Ich schweige, Lara redet weiter: „Josh ist schon unterwegs hierher. Er kann jede Sekunde da sein. Er wollte sofort kommen, als er hörte, dass du dir seinetwegen selbst weh tust.“ Das reicht. Neue Energie durchströmt mich und ich sprinte los. Auf direktem Weg zur Haustür. Dort bleibe ich für einen Augenblick stehen. Ich warte darauf, dass ich mich auf etwas vorbereite, aber es gibt nichts, worauf ich mich hätte vorbereiten können. Mit letzter Kraft reiße ich die Tür auf. Schwach lächele ich, als ich sehe, dass Josh mitten in einer Bewegung innehält. Auf den ersten Blick sieht er aus wie immer, aber dann bemerke ich seinen Gesichtsausdruck. Er sieht traurig aus, er strahlt nicht wie sonst seine natürliche Fröhlichkeit aus. Ohne zu zögern lasse ich mich in seine Arme fallen. Ich presse meinen Kopf an seine Schulter und will nie mehr loslassen. In seiner Umarmung fühle ich mich geborgen und sicher. Er hält mich fest umschlungen. Eine kleine Träne rollt mir über die Wange. Leise flüstert er mir ins Ohr. Ich spüre, wie sein Herzschlag immer ruhiger wird. „Caro, bitte, bitte, verletz dich niemals wieder selbst! Hörst du? Niemals wieder, das würde ich einfach nicht ertragen können.“ – „Ja, ich verspreche es.“, flüstere ich zurück. Tief in mir breitet sich eine unendliche Ruhe aus. Dann küsst Josh mich. Als seine Lippen auf meine treffen, schwingt so viel Liebe darin mit, dass ich umgekippt wäre, wenn er mich nicht festgehalten hätte. Sanft erwiderte ich seinen Kuss. In diesem Moment sage ich „Ja“ zu Josh, unserer Liebe und zum schönsten Kuss den ich je hatte. Die zerbrochenen, verletzen Stücke meines Herzen verschmelzen wieder zu einem einzigen und ich verschenke es mit offenen Händen. Von da an waren wir noch unzertrennlicher als vorher. Die Wunden an meinem Arm jedoch blieben. Sie verschlossen sich zu Narben. Jedes mal, wenn Josh gedankenverloren darüber streicht, zucke ich zusammen und schließe die Augen. Doch über Michelle und die Folgen dieser Fantasieperson redeten wir nie wieder.

~L~ [Danke, für deine Interpretation des Schlusses! J <3]

J<3 – umgeschrieben

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One Response to “Freundschaft oder Liebe”

  1. N@ Says:

    mein josh ♥


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